Sarah Wegener

Happy Birthday, Angelika Luz!

Foto: Gudrun Bublitz (www.angelika-luz.de)

 

Angelika Luz wird 60, und feiert ihren runden Geburtstag mit einem Konzert am 09.10. in der Musikhochschule Stuttgart mit Freunden, Kollegen und Bekannten.

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Angelika Luz habe ich das Kennenlernen von vokaler zeitgenössischer Musik zu verdanken – und damit einen wesentlichen Einstieg in die Berufswelt als Sängerin.

In der Hochschule schrieb sie für szenische Projekte aus – SängerInnen, SprecherInnen, SchauspielerInnen, InstrumentalistInnen gesucht. 


Das Tolle daran war, dass sie nicht nur Hauptfächler nahm, sondern eben auch Nebenfächler. Wer weiß, ob das alles so gekommen wäre, wenn ich als Nebenfächler nicht hätte mitmachen dürfen, denn die Erfahrungen waren sehr prägend… 

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Monolog, A. Hölszky

Bei meiner ersten Gesangslehrerin Idolde Assenheimer (der ich übrigens den Kontakt zu Frieder Bernius verdanke, und damit einen weiteren sehr wichtigen Einstieg in die Berufswelt; darüber an anderer Stelle mehr), lernte ich die nötige Technik, und war von 2001 an regelmäßig mit Freude bei den Projekten von Angelika dabei. Das Schöne war das Aufeinandertreffen der verschiedenen Studiengänge und das gemeinsame Arbeiten.

Mein allererstes Stück, was ich an Neuer Musik sang, war „Lockrop“ von Karin Rehnquist. Ein super tolles Stück! Eines meiner Leib- und Magenstücke ist nach wie vor „Ma-am“ von Younghi Pagh Paan, welches ich von Angelika kennengelernt habe, und immer wieder gerne singe. Es ist eine erschütternde Totenklage, 1990 Luigi Nonos Frau Nuria gewidmet.

Hier bei einer eher heiteren Produktion, wo wir nicht gescheut haben, auch den Kopf ins Wasser zu stecken, um Blubbergeräusche unter Wasser zu erzeugen:

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Dadurch, dass wir szenisch gefordert waren, entwickelte sich bei mir eine Liebe zur szenischen Aufführung und ein Drang zur authentischen Darstellung von Lied- und Konzertrepertoire.

2004 begann ich daraufhin ein Gesangsstudium bei Bernhard Jaeger-Böhm, anschliessend setzte ich meine Studien in der Liedklasse von Cornelis Witthoefft fort.

Eines Tages, im letzten Semester dieses Aufbaustudiums (Ende 2007), rief die Pariser Opéra Garnier bei mir an. Sie fragten mich, ob ich mir vorstellen könne, Cover zu machen für die Hauptpartie einer Oper von Georg Friedrich Haas.

Angelika hatte mich empfohlen.

Und dies war der Beginn meiner beruflichen Tätigkeit als freischaffende Sopranistin, den ich seit 2008 gehe.

 

Pariser Opéra Garnier 2008

 

Ich danke Dir von Herzen, liebe Angelika, dass Du mir ein Riesenstück von dem Boden bereitet hast, auf dem ich heute laufe!

 

HAPPY BIRTHDAY, du tolle Powerfrau!

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