Sarah Wegener

Kritiken Schweiz und Konstanz

Die Sopranistin Sarah Wegener findet mit bewundernswerter Sicherheit durch dieses Labyrinth an Tönen und überzeugt durch grosse Suggestionskraft.

Definitiv dem heiteren Genre gehört schliesslich der Liedzyklus «Poems of Louis Zukovsky» von Elliott Carter an. Locker und witzig kommen diese Charakterstücke daher, und an den Schlüssen der neun Gedichte findet sich stets eine Pointe. Ein klarer Fall für Sarah Wegener.

NZZ vom 23.01.19
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Die Sopranistin Sarah Wegener zauberte allerdings auch daraus hoch expressive Aphorismen und stellte einmal mehr ihre Affinität zur Neuen Musik unter Beweis.

Sie kann aber auch Schubert. Und wie! Die von Max Reger orchestrierten Lieder, darunter „Gretchen am Spinnrade“ und der „Erlkönig“, gerieten zum unangefochtenen und emotionalen Höhepunkt dieses Konzerts. Sie interpretierte diese Lieder nicht nur, sie durchlebte sie. Wie sie Gretchens Schmachten zur existenziellen Dringlichkeit auswachsen lässt (man weiß ja, wie es ausgeht…), wie sie das Drama vom Vater mit dem kranken Kind auf dem Arm gestaltet – da dürfte sich mancher verstohlen eine Träne aus den Augen gewischt haben. In einem akustisch so sperrigen Raum wie dem Konzil eine solche emotionale Wucht zu entfalten – das ist wahrhaftig eine große Kunst.

Südkurier, 28.01.19
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